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Die Kurzfassung

  • Ein Chatbot reicht für die meisten Textaufgaben. ChatGPT, Claude oder Gemini, rund 20 Euro im Monat oder kostenlos mit Grenzen. Welcher, ist zweitrangig.
  • Spezialwerkzeuge nur dort, wo der Chatbot nicht hinkommt: Abläufe zwischen Programmen, Social-Media-Planung, Transkription, Stimme, Video.
  • Den Unterschied macht nicht das Tool, sondern der feste Ablauf: ein Briefing, eine Vorlage, eine Routine, die jedes Mal gleich läuft.
  • Fang mit der häufigsten Aufgabe an, nicht mit der größten. Unten steht, woran du sie erkennst.

Welches Werkzeug für welche Aufgabe

Die Aufgaben kommen aus meiner Arbeit mit Selbstständigen, Beratern, Coaches und Trainern.

AufgabeWerkzeugBeispiel
E-Mails, Angebote, Follow-upsEntwurf in deinem Stil nach einem festen Briefing. Abschicken tust du.ChatGPT, Claude oder Gemini mit Stil-BriefingVideo: E-Mails im eigenen Stil mit ChatGPTRatgeber: Texte, die nach dir klingen
Gespräche vor- und nachbereitenTranskript, Protokoll, offene Punkte, Vorbereitung aus den letzten Notizen.Transkription (lokal mit Voicebox oder ein Dienst) plus ChatbotVideo: lokal transkribieren mit Voicebox
Social-Media-BeiträgeEntwürfe aus deinen Notizen, Planung und Veröffentlichung im Kalender.Chatbot plus MetricoolRatgeber: Metricool einfach erklärt
Briefings, Unterlagen, BerichteNach deiner Vorlage ausgefüllt, in deiner Struktur.Ein eingerichteter Assistent im ChatbotRatgeber: eigenen KI-Assistenten erstellen
Wiederkehrende Handgriffe in einem ProgrammEin kleines Skript übernimmt die Klicks, mit KI gebaut.Skript, gebaut mit Claude oder ChatGPTKundenfall: Lyric-Videos in After Effects per Skript
Abläufe zwischen ProgrammenDaten weiterreichen, Beiträge übergeben, Belege ablegen, oft ganz ohne KI.n8nRatgeber: n8n einfach erklärt
Website und KundensystemSelbst gebaut mit KI statt teuer vergeben.Chatbot wie Claude zum Bauen, dazu ein HostingKundenfall: Fotograf baut vier Websites und ein Kundensystem selbst
Fachbegriffe verstehenEine Minute je Begriff, mit Beispiel und Quelle.Kurzvideos und GlossarGlossar: KI-Begriffe in einer Minute

Was die Tabelle zeigt: Für die meisten Aufgaben reicht ein Chatbot, du brauchst nur je Aufgabe ein anderes Briefing. Den größten Zeitgewinn bringen Skripte und feste Abläufe, obwohl darin am wenigsten KI steckt.

Was ein Monat kostet

Das hängt davon ab, wie viel du mit den Werkzeugen arbeitest. Preise laut den Anbietern, Stand 24. Oktober 2026, für Einzelpersonen in Deutschland. Claude und Metricool nennen ihre Preise ohne Mehrwertsteuer, das steht jeweils dabei.

Die Grundlage ist immer ein Chatbot. Spezialwerkzeuge wie n8n und Metricool brauchst du nur, wenn die Aufgabe bei dir anfällt.

Einstieg: ein Chatbot, kostenlos oder rund 20 Euro

Ein ChatbotChatGPT, Claude oder Gemini für Mails, Angebote, Unterlagen und Protokolle, kostenlos mit Grenzen oder als Abo0 oder rund 20 Euro
Nur wenn die Aufgabe bei dir anfällt:
n8n Starterfür Abläufe zwischen Programmen+ 20 Euro
Metricool Starterfür mehrere Social-Media-Kanäle, zzgl. MwSt.+ 16 Euro

Zum Ausprobieren kostet es nichts: ChatGPT, Claude und Gemini gibt es kostenlos mit Grenzen, Metricool im Gratis-Tarif und n8n mit einer kostenlosen Testphase.

Intensiv: ein großer Tarif bei ChatGPT, Claude oder Gemini, ab rund 100 Euro

Wer täglich lange mit KI arbeitet, programmiert, mit Video oder Stimme arbeitet oder mehrere Kunden und Marken betreut, stößt an die Nutzungsgrenzen der Einstiegstarife. Dann kommen die größeren Tarife infrage:

Ein großer Tarif bei ChatGPT, Claude oder GeminiClaude Max ab 90 Euro zzgl. MwSt., Google AI Ultra ab 99,99 Euro oder ChatGPT Pro ab 103 Euroab rund 100 Euro
Nur wenn die Aufgabe bei dir anfällt:
n8n Profür viele Abläufe: 10.000 statt 2.500 Durchläufe im Monat+ 50 Euro
Metricool Advancedfür Arbeit mit Kunden: bis zu 15 Marken, Team und Freigaben, zzgl. MwSt.+ 43 Euro

Je nach Tarif und Modulen sind es dann rund 100 bis 300 Euro im Monat oder mehr. Wo du landest, entscheiden dein Arbeitsumfang und deine Aufgaben, nicht die Wahl des Werkzeugs. Fang mit der Einstiegsstufe an und wechsle erst, wenn du regelmäßig an Grenzen stößt. Was ich selbst nutze und warum, steht in meinem KI-Stack.

Im Team oder mit Automationen

Die Preise oben gelten für eine Person. Für Teams und für KI in automatischen Abläufen rechnen die Anbieter anders. Stand 25. Oktober 2026, Preise laut den Anbietern; Anthropic und Google nennen sie ohne Steuern.

Im Team zahlst du pro Person und bekommst eine zentrale Verwaltung und Abrechnung dazu:

TarifPro Person und MonatTraining mit deinen Inhalten
ChatGPT Businessfür 2 bis 200 Personen21 Euro bei jährlicher Zahlung, 26 Euro monatlichstandardmäßig aus, laut OpenAI
Claude Teamfür 2 bis 150 Personen18 Euro bei jährlicher Zahlung, 21,04 Euro monatlich, zzgl. MwSt.standardmäßig aus, laut Anthropic
Google Workspace Business Standardmit Gemini in Gmail, Docs, Meet und weiteren Apps, für 1 bis 300 Personen13,60 Euro bei jährlicher Bindung, 16,20 Euro flexibel, zzgl. Steuernnicht ohne deine Erlaubnis für Modelle außerhalb deiner Domain, laut Google

Der kleinere Google-Tarif Business Starter (6,80 Euro bei jährlicher Bindung, laut Google) enthält Gemini nur in Gmail. Einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung bieten laut eigenen Angaben alle drei an: OpenAI zum Unterzeichnen, Anthropic und Google als Teil ihrer Geschäftsbedingungen. Ob das für deine Daten reicht, klärst du mit deinem Anwalt oder Datenschutzbeauftragten. Für größere Unternehmen gibt es Enterprise-Tarife: OpenAI und Google nennen den Preis auf Anfrage, Anthropic 20 Dollar pro Platz und Monat plus Verbrauch zu API-Preisen, ab 20 Plätzen.

Mit Automationen: Lässt du KI in n8n oder einem eigenen Skript arbeiten, läuft das nicht über dein Abo, sondern über die Programmierschnittstelle (API) des Anbieters. Sie rechnet nach Verbrauch in Token ab, getrennt vom Abo: ChatGPT Plus und Claude Pro enthalten keine API-Nutzung (laut OpenAI und Anthropic). Claude Max enthält laut Anthropic ein monatliches API-Guthaben von 100 oder 200 Dollar, Claude Team 20 Dollar je Standard-Platz, höchstens 500 Dollar. Zur Größenordnung: Claude Sonnet 5.5 kostet 2 Dollar pro Million Token Eingabe und 10 Dollar pro Million Token Ausgabe. In n8n Cloud (Starter und Pro) geht es auch ohne eigenen API-Schlüssel: Die KI-Schritte zahlst du dann aus einem Guthaben bei n8n, den „Gateway credits“.

Leg vorher eine Obergrenze fest: in der Claude Console ein eigenes Ausgabenlimit, bei OpenAI Prepaid-Guthaben mit abgeschalteter oder begrenzter automatischer Aufladung, die standardmäßig an ist. Laut OpenAI stoppt die Nutzung nicht immer sofort, wenn das Guthaben leer ist.

Die Preise im Einzelnen

ChatGPTGo 8 Euro, Plus 23 Euro, Pro ab 103 Euro im Monat (laut OpenAI)
ClaudePro 18 Euro im Monat, 15 Euro bei jährlicher Zahlung; Max ab 90 Euro im Monat; jeweils zzgl. MwSt. (laut Anthropic)
GeminiGoogle AI Plus 4,99 Euro, Pro 21,99 Euro, Ultra 99,99 oder 219,99 Euro im Monat (laut Google)
n8nCloud Starter 20 Euro, Pro 50 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung; Community Edition kostenlos auf eigenem Server (laut n8n)
MetricoolFree kostenlos mit einer Marke; Starter ab 16 Euro, Advanced ab 43 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung, jeweils zzgl. MwSt. (laut Metricool)

Woran du erkennst, dass eine Aufgabe reif ist

Nicht jede Aufgabe lohnt ein Werkzeug. Die, die sich lohnen, erkennst du an vier Merkmalen:

  • Sie fällt immer wieder an, jede Woche oder bei jedem Kunden.
  • Sie kostet spürbar Zeit, auch wenn jeder einzelne Durchgang klein ist.
  • Sie folgt immer denselben Regeln, du könntest sie jemandem in zehn Minuten erklären.
  • Ob das Ergebnis stimmt, siehst du sofort, beim ersten Lesen oder Hören.

Treffen drei der vier zu, ist sie reif. Fehlt das vierte, baust du zuerst die Prüfung ein, dann das Werkzeug.

Womit du anfängst

  1. Die häufigste Aufgabe wählen

    Nicht die größte. Die, die dich jede Woche Zeit kostet und immer gleich abläuft.

  2. Einmal das Briefing schreiben

    Rolle, Aufgabe, Stil, Format, Tabus. Dazu drei Beispiele von dir. Wie das geht, steht im Ratgeber zum eigenen KI-Assistenten.

  3. Den Ablauf fest machen

    Wo liegt das Briefing, wo die Vorlage, wann läuft es? Erst wenn das feststeht, ist es eine Routine und kein Einzelversuch.

Wer das nicht allein machen will, bekommt es als Begleitung: KI für Selbstständige beschreibt den Weg, der KI-Praxis-Sprint das Format.

Häufige Fragen

Für die meisten Aufgaben nehmen sich ChatGPT, Claude und Gemini wenig; sie wechseln sich an der Spitze ab. Entscheidend sind deine Aufgaben, die Programme, mit denen du schon arbeitest, und was mit deinen Daten passieren darf. Wie du das entscheidest, steht im Ratgeber „ChatGPT, Claude oder Gemini? Die Aufgabe entscheidet“.

Einen Chatbot mit festem Briefing für alles, was Text ist. Dazu nur die Spezialwerkzeuge, deren Aufgabe bei dir wirklich anfällt: n8n für Abläufe zwischen Programmen, Metricool für mehrere Social-Media-Kanäle, ein Transkriptionswerkzeug für Gespräche. Stimme, Video und Musik brauchen die wenigsten.

Das hängt davon ab, wie viel du damit arbeitest und welche Aufgaben bei dir anfallen. Die Grundlage ist ein Chatbot: kostenlos mit Grenzen oder als Abo für rund 20 Euro im Monat. Spezialwerkzeuge kommen nur dazu, wenn die Aufgabe bei dir anfällt, etwa n8n Cloud für 20 Euro oder Metricool ab 16 Euro zzgl. MwSt. bei jährlicher Zahlung. Wer täglich lange damit arbeitet, programmiert, mit Video oder Stimme arbeitet oder mehrere Kunden betreut, braucht einen großen Tarif bei ChatGPT, Claude oder Gemini ab rund 100 Euro, etwa Claude Max ab 90 Euro zzgl. MwSt., Google AI Ultra ab 99,99 Euro oder ChatGPT Pro ab 103 Euro; mit größeren Tarifen der Spezialwerkzeuge sind es rund 100 bis 300 Euro und mehr. Preise laut den Anbietern, Stand 24. Oktober 2026.

Bei ChatGPT nicht: Laut OpenAI wird die API getrennt vom ChatGPT-Abo nach Verbrauch abgerechnet. Bei Claude kommt es auf den Tarif an: Pro enthält keine API-Nutzung, Max laut Anthropic ein monatliches API-Guthaben von 100 oder 200 Dollar, Team je nach Plätzen bis zu 500 Dollar. Reicht es nicht, kaufst du Guthaben dazu. Die API brauchst du, wenn KI in Abläufen arbeitet, etwa in n8n; in n8n Cloud geht das auch ohne eigenen Schlüssel über das Guthaben von n8n. Stand 25. Oktober 2026.

Zum Ausprobieren und für gelegentliche Texte ja. Sobald du täglich damit arbeitest, Dateien hochlädst oder einen eingerichteten Assistenten mit mehr als fünf Vorlagen willst, stößt du an die Grenzen des Gratis-Plans. Dann lohnt sich das Abo, egal bei welchem der drei Anbieter.

Nicht als Voraussetzung. Was im Arbeitsalltag zählt, lernst du an deinen eigenen Aufgaben schneller als in einem allgemeinen Kurs. Was KI-Kompetenz konkret heißt und was die zuständigen Stellen zum Thema Zertifikat sagen, steht im Ratgeber „KI-Kompetenz: Was Selbstständige wirklich brauchen“.

Welche Daten du in welches Tool geben darfst, klärst du mit deinem Anwalt oder Datenschutzbeauftragten; das bewerte ich nicht. Was die Anbieter mit deinen Chats machen und wie du das Training abschaltest, steht mit Quellen im Ratgeber „ChatGPT, Claude oder Gemini“. Für Transkription gibt es mit Voicebox einen Weg, der komplett auf deinem Rechner läuft.

Quellen

Abgerufen am 24. Oktober 2026.

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