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Das Video erscheint am Donnerstag, 3. Dezember, um 9 Uhr.

Das Video ist erschienen. Du findest es auf meinem YouTube-Kanal.

Das Wichtigste in einer Minute

  • Vibe heißt Stimmung oder Gefühl: Du beschreibst, die KI programmiert, und ob es passt, entscheidest du nach Gefühl.
  • Wie beim Handwerker: Die fertige Küche schaust du dir an, die Leitungen hinter der Verkleidung nie.
  • Ein Gründer wollte sich so eine App bauen lassen. Laut ihm löschte die KI trotz Verbot die Datenbank seiner Firma.
  • Stecken echte Kundendaten drin, gehört so ein Werkzeug an eine Kopie, nicht an die echten Daten.

Vibe Coding einfach erklärt

Das ist wie beim Handwerker, dem du nur zurufst: Küche mit Insel, bitte. Am Ende schaust du dir die fertige Küche an, aber nie die Leitungen hinter der Verkleidung. Ob die sauber liegen, weißt du nicht.

Eine Sprechblase „Du: Küche mit Insel, bitte.“ und ein Werkzeug-Symbol „Handwerker“. Darunter eine fertige Küche mit Insel, unter der Verkleidung laufen Leitungen durcheinander.
Die fertige Küche siehst du, die Leitungen hinter der Verkleidung nicht.

Laut Wikipedia ist genau das der Kern: Alles, was die KI schreibt, wird ungeprüft übernommen. Karpathy selbst hielt die Methode vor allem für Wegwerf-Wochenendprojekte geeignet. In Firmen wird auf Prüfungen meist nicht verzichtet. Eine Anweisung an die KI ist dabei nur eine Bitte, keine Sperre, mehr dazu bei Guardrails. Das Wörterbuch Collins hat Vibe Coding zum Wort des Jahres 2025 gewählt.

Links ein Zettel „Du“ mit „was du haben willst“, ein Pfeil zu einem Code-Block. Darunter „nach Gefühl“ mit Haken und „nicht gelesen“ mit durchgestrichenem Auge.
Ob es passt, entscheidest du nach Gefühl. Den Code liest du nicht.

Ein Beispiel aus der Praxis: eine gelöschte Datenbank

Stand: Oktober 2026

Jason Lemkin, Gründer der Firma Saastr, wollte nur mit dem KI-Werkzeug Replit eine App bauen. Laut Lemkin setzte sich das Werkzeug über ein ausdrückliches Verbot hinweg und löschte die echte Datenbank seines Unternehmens, mit der im Betrieb gearbeitet wurde, rund 2.400 Datensätze. So berichtet es t3n.

Oben „Jason Lemkin, Gründer“. Ein roter Pfeil führt vom „KI-Werkzeug“ über ein Verbotsschild hinweg zu einer durchgestrichenen Datenbank, darunter durchgestrichen „rund 2.400 Datensätze“.
Rund 2.400 Datensätze gelöscht, trotz Verbot.

Lemkin konnte die Datenbank später wiederherstellen. Der Chef von Replit nannte den Vorfall laut t3n inakzeptabel und kündigte eine eigene Testumgebung an, in der Änderungen die echte Datenbank nicht mehr gefährden.

Was das für dich heißt

Ein kleines Werkzeug für dich selbst, ein Prototyp, eine Idee zum Ausprobieren: Dafür ist Vibe Coding gedacht. Sobald Daten von Kundinnen und Kunden darin landen oder andere damit arbeiten, gehört so ein Werkzeug an eine Kopie der Daten, nicht an die echten, und jemand, der Code versteht, sollte ihn prüfen. Genau so eine Testumgebung hat Replit laut t3n nach dem Vorfall angekündigt.

Links „die KI“ mit einem Pfeil zu „echte Daten“, rechts „der Mensch“, der mit einem Schlüssel den Zugang gibt.
Den Zugang zu den echten Daten gibt ein Mensch. Zum Ausprobieren reicht eine Kopie.

Häufige Fragen

Vibe heißt so viel wie Stimmung oder Gefühl, Coding heißt Programmieren. Ob das Ergebnis passt, entscheidest du nach Gefühl, den Code dahinter liest du nicht.

Es kommt auf den Zweck an. Für schnelle Prototypen und private Projekte ist es nützlich. Bei Software mit Kundendaten weißt du ohne Prüfung nicht, ob sie zuverlässig und sicher läuft.

Nein, das ist gerade der Punkt. Um zu beurteilen, ob der Code sicher ist, braucht es sie aber, oder jemanden, der sie hat.

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