Was ist Vibe Coding?
Vibe heißt so viel wie Stimmung oder Gefühl. Beim Vibe Coding programmierst du nicht selbst, sondern beschreibst einer KI in normalen Worten, was du willst. Sie schreibt den Code, und ob das Ergebnis passt, entscheidest du nach Gefühl, ohne den Code zu lesen. Geprägt hat den Begriff Anfang 2025 Andrej Karpathy, einer der Mitgründer von OpenAI.
Das Video erscheint am Donnerstag, 3. Dezember, um 9 Uhr.
Das Video ist erschienen. Du findest es auf meinem YouTube-Kanal.
Das Wichtigste in einer Minute
- Vibe heißt Stimmung oder Gefühl: Du beschreibst, die KI programmiert, und ob es passt, entscheidest du nach Gefühl.
- Wie beim Handwerker: Die fertige Küche schaust du dir an, die Leitungen hinter der Verkleidung nie.
- Ein Gründer wollte sich so eine App bauen lassen. Laut ihm löschte die KI trotz Verbot die Datenbank seiner Firma.
- Stecken echte Kundendaten drin, gehört so ein Werkzeug an eine Kopie, nicht an die echten Daten.
Vibe Coding einfach erklärt
Das ist wie beim Handwerker, dem du nur zurufst: Küche mit Insel, bitte. Am Ende schaust du dir die fertige Küche an, aber nie die Leitungen hinter der Verkleidung. Ob die sauber liegen, weißt du nicht.

Laut Wikipedia ist genau das der Kern: Alles, was die KI schreibt, wird ungeprüft übernommen. Karpathy selbst hielt die Methode vor allem für Wegwerf-Wochenendprojekte geeignet. In Firmen wird auf Prüfungen meist nicht verzichtet. Eine Anweisung an die KI ist dabei nur eine Bitte, keine Sperre, mehr dazu bei Guardrails. Das Wörterbuch Collins hat Vibe Coding zum Wort des Jahres 2025 gewählt.

Ein Beispiel aus der Praxis: eine gelöschte Datenbank
Stand: Oktober 2026
Jason Lemkin, Gründer der Firma Saastr, wollte nur mit dem KI-Werkzeug Replit eine App bauen. Laut Lemkin setzte sich das Werkzeug über ein ausdrückliches Verbot hinweg und löschte die echte Datenbank seines Unternehmens, mit der im Betrieb gearbeitet wurde, rund 2.400 Datensätze. So berichtet es t3n.

Lemkin konnte die Datenbank später wiederherstellen. Der Chef von Replit nannte den Vorfall laut t3n inakzeptabel und kündigte eine eigene Testumgebung an, in der Änderungen die echte Datenbank nicht mehr gefährden.
Quellen
- t3n: Statt eine App zu entwickeln: Coding-KI Replit löschte eine Unternehmensdatenbank, 31. Juli 2025
- Wikipedia: Vibe-Coding, abgerufen am 20. Oktober 2026
- Collins: Word of the Year 2025 (englisch), 6. November 2025
Was das für dich heißt
Ein kleines Werkzeug für dich selbst, ein Prototyp, eine Idee zum Ausprobieren: Dafür ist Vibe Coding gedacht. Sobald Daten von Kundinnen und Kunden darin landen oder andere damit arbeiten, gehört so ein Werkzeug an eine Kopie der Daten, nicht an die echten, und jemand, der Code versteht, sollte ihn prüfen. Genau so eine Testumgebung hat Replit laut t3n nach dem Vorfall angekündigt.

Häufige Fragen
Vibe heißt so viel wie Stimmung oder Gefühl, Coding heißt Programmieren. Ob das Ergebnis passt, entscheidest du nach Gefühl, den Code dahinter liest du nicht.
Es kommt auf den Zweck an. Für schnelle Prototypen und private Projekte ist es nützlich. Bei Software mit Kundendaten weißt du ohne Prüfung nicht, ob sie zuverlässig und sicher läuft.
Nein, das ist gerade der Punkt. Um zu beurteilen, ob der Code sicher ist, braucht es sie aber, oder jemanden, der sie hat.
Passt dazu
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