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Das Video erscheint am Dienstag, 3. November, um 9 Uhr.

Das Video ist erschienen. Du findest es auf meinem YouTube-Kanal.

Das Wichtigste in einer Minute

  • Ein Reasoning-Modell schreibt sich erst Zwischenschritte auf, prüft sie und antwortet dann.
  • Wie ein Schmierzettel: Bei Aufgaben mit vielen Schritten verrechnet es sich seltener.
  • Das Nachdenken kostet Zeit und verbraucht mehr von deinem Limit.
  • Für eine Mail brauchst du es nicht, für eine Kalkulation schon. Prüfen musst du trotzdem.

Reasoning-Modell einfach erklärt

Stell dir Kopfrechnen gegen Schmierzettel vor. Ein normales Modell rechnet sozusagen im Kopf und schreibt sofort die Antwort hin. Ein Reasoning-Modell rechnet erst auf dem Schmierzettel: Es schreibt sich Zwischenschritte auf, prüft sie, verwirft die falschen und antwortet erst dann.

Links „Kopfrechnen“: ein Gehirn, ein Pfeil direkt zur Antwort, darunter „normales Modell“. Rechts ein Schmierzettel mit drei gekritzelten Zeilen, die mittlere rot durchgestrichen, darunter die Antwort mit Haken, beschriftet „Reasoning-Modell“.
Kopfrechnen gegen Schmierzettel: Das normale Modell schreibt die Antwort sofort hin, das Reasoning-Modell schreibt erst Zwischenschritte auf und verwirft falsche.

Deshalb zeigen dir viele Apps an, dass die KI gerade nachdenkt. In dieser Zeit entsteht der Schmierzettel.

Wo der Schmierzettel hilft

Sagen wir, du lässt dir ein Angebot kalkulieren: Stunden, Material, Rabatt, Mehrwertsteuer. Im Kopf verrechnet man sich da schnell. Mit Schmierzettel geht die KI Schritt für Schritt durch und verrechnet sich seltener.

Links „im Kopf“: ein Gehirn und ein rot markiertes Ergebnis mit dem Wort „verrechnet“. Rechts ein Zettel „Angebot“ mit Stunden, Material, Rabatt und Mehrwertsteuer, jeder Posten abgehakt, darunter das Ergebnis mit Haken.
Ein Angebot mit vier Posten: im Kopf schnell verrechnet, auf dem Schmierzettel Schritt für Schritt durchgegangen.

Was er kostet

Der Schmierzettel kostet aber Zeit und verbraucht mehr von deinem Limit. Und auch mit Schmierzettel kann am Ende etwas Falsches stehen.

Wie du das Nachdenken einstellst, am Beispiel ChatGPT und Claude

Stand: Oktober 2026

In ChatGPT wählst du im Modell-Menü, wie viel die KI nachdenkt. „Instant“ steht laut OpenAI für schnelle Antworten auf alltägliche Fragen, darüber gibt es Stufen mit mehr Nachdenken. Welche du siehst, hängt von deinem Abo ab, im kostenlosen ChatGPT heißt die Option „Think“. Erreichst du die Grenze fürs Nachdenken, macht ChatGPT laut OpenAI unter Umständen mit einem anderen Modell weiter.

In Claude stellst du im Modell-Menü neben dem Senden-Knopf den Aufwand ein. Laut Anthropic dauern gründlichere Antworten länger und verbrauchen mehr Token, deshalb erreichst du deine Nutzungsgrenze schneller. Bei den neuesten Claude-Modellen lässt sich das Nachdenken nicht ausschalten, dort regelst du über den Aufwand, wie gründlich Claude vorgeht.

Die Namen der Stufen ändern sich immer wieder. Das Prinzip bleibt: Mehr Nachdenken kostet mehr Zeit und mehr von deinem Limit.

Was das für dich heißt

Der Schmierzettel lohnt sich nicht für alles. Eine einfache Faustregel:

Links ein Zettel mit Uhr und „kostet Zeit“, rechts ein Balken „dein Limit“, der fast leer ist. Darunter zwei Spalten: „ohne Zettel“ mit Mail und Zusammenfassung, „mit Zettel“ mit Kalkulation, Vertrag und Plan.
Der Schmierzettel kostet Zeit und Limit. Für Mail und Zusammenfassung brauchst du ihn nicht, für Kalkulation, Vertrag und Plan schon.
  1. Ohne Nachdenken

    Für eine Mail oder eine Zusammenfassung brauchst du den Schmierzettel nicht.

  2. Mit Nachdenken

    Für eine Kalkulation, einen Vertrag oder einen Plan mit vielen Schritten schon.

  3. Trotzdem prüfen

    Auch mit Schmierzettel kann am Ende etwas Falsches stehen. Prüf das Ergebnis, bevor du es weitergibst.

Häufige Fragen

Ein normales Modell schreibt die Antwort sofort hin. Ein Reasoning-Modell schreibt sich vorher Zwischenschritte auf, prüft sie und verwirft falsche. Das dauert länger, hilft aber bei Aufgaben mit vielen Schritten, etwa bei einer Kalkulation.

Weil sie gerade Zwischenschritte schreibt, bevor sie antwortet. In Claude kannst du diesen Denkweg laut Anthropic aufklappen und als Zusammenfassung lesen.

Ja. Laut Anthropic verbrauchen gründlichere Antworten mehr Token, deshalb erreichst du die Nutzungsgrenze schneller. Bei ChatGPT hängen die Grenzen fürs Nachdenken laut OpenAI von deinem Abo ab.

Nein. Mit Schmierzettel verrechnet sich die KI seltener, aber auch dann kann am Ende etwas Falsches stehen. Prüfen musst du trotzdem.

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