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Das Video erscheint am Donnerstag, 1. Oktober, um 9 Uhr.

Das Video ist erschienen. Du findest es auf meinem YouTube-Kanal.

Das Wichtigste in einer Minute

  • Eine KI schreibt ein wahrscheinliches nächstes Wort. Ob es stimmt, prüft sie nicht.
  • Erfundene Antworten klingen genauso sicher wie richtige.
  • Vor US-Gerichten sind seit 2023 über 1.300 Fälle dokumentiert, in denen eine KI Fakten oder Quellen erfunden hat.
  • Was du unterschreibst oder weitergibst, prüfst du selbst an der Quelle.

Halluzination einfach erklärt

Eine KI wie ChatGPT baut ihre Antwort Stück für Stück, genauer gesagt Token für Token. Bei jedem Schritt wählt sie ein Wort, das nach dem bisherigen Text am besten passt. Ob die Aussage stimmt, prüft sie dabei nicht. Passt eine falsche Fortsetzung besser in den Satz, schreibt sie die falsche.

Satzanfang „Das Schiff hatte Teile für ein“ mit drei möglichen nächsten Wörtern: Atomwaffenprogramm mit dem längsten Balken, darunter Windrad und Stahlwerk.
Vereinfacht dargestellt: Die KI wählt das Wort, das am besten in den Satz passt, nicht das, das stimmt.

Das Tückische ist der Ton. Die KI formuliert eine erfundene Zahl genauso ruhig und bestimmt wie eine belegte. Es gibt kein Zögern und keinen Hinweis, dass etwas nicht stimmt.

Zwei gleich lange Balken: „erfunden 100 %“ und „wahr 100 %“, beide in derselben Farbe.
So sicher klingt sie: Eine erfundene Antwort kommt im selben Ton wie eine richtige.

Ein Beispiel aus der Praxis: der Bericht, der fast einen Einsatz auslöste

Stand: September 2026

Laut einem Bericht von CNN hatte ein Analyst des US-Militärs einen Chatbot gebeten, offene Quellen und geheime Funkdaten zu einem Bericht zusammenzufassen. Der Chatbot las die Ladung eines chinesischen Schiffs falsch und machte daraus Teile für ein Atomwaffenprogramm. Den Bericht ließ der Analyst vom selben Chatbot formatieren. Ein Einsatz wurde erst in letzter Minute abgebrochen.

Ablauf: offene Quellen und die Ladung eines Schiffs gehen an einen Chatbot, der sie falsch liest. Der Analyst lässt zusammenfassen, daraus wird ein Bericht über Teile für ein Atomwaffenprogramm.
Wie der Fehler durchrutschte: Derselbe Chatbot hat gelesen, zusammengefasst und formatiert. Aufgefallen ist der Fehler erst, als die Flugzeuge schon in der Luft waren.

Das ist kein Einzelfall. Laut CBS News sind vor Gerichten in den USA seit 2023 über 1.300 Fälle dokumentiert, in denen eine KI Fakten oder Quellen erfunden hat.

Was das für dich heißt

Eine KI haftet nicht. Was du unterschreibst, verschickst oder veröffentlichst, prüfst du deshalb selbst:

  1. Quelle öffnen

    Lass dir die Quelle nennen und öffne sie. Gibt es keine, ist die Aussage nicht belegt.

  2. Zahl und Name vergleichen

    Steht die Zahl, der Name oder das Zitat wirklich so in der Quelle?

  3. Im Zweifel weglassen

    Was du nicht prüfen kannst, gehört nicht in einen Vertrag, ein Angebot oder einen Post.

Häufige Fragen

Weil sie Texte nach Wahrscheinlichkeit fortsetzt. Sie wählt das Wort, das am besten passt, und prüft dabei nicht, ob die Aussage stimmt. Fehlt ihr das Wissen, füllt sie die Lücke mit etwas, das plausibel klingt.

Am Ton nicht, der ist bei richtigen und falschen Antworten gleich sicher. Verdächtig sind genaue Zahlen, Zitate, Namen und Quellenangaben, auch wenn ein Link dabei ist. Prüf sie an der Originalquelle.

Nein. Man kann sie seltener machen, etwa indem die KI aus vorgegebenen Unterlagen antwortet und die Stelle nennt. Prüfen musst du wichtige Aussagen trotzdem.

Passt dazu

Du willst KI nutzen, ohne dich auf erfundene Antworten zu verlassen?

Ich arbeite 1:1 mit Selbstständigen, Beratern, Coaches und kleinen Teams an Workflows, in denen die KI zuarbeitet und du prüfst. Das Erstgespräch ist kostenlos, dauert 15 Minuten und ist kein Verkaufsgespräch.

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