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Das Video erscheint am Dienstag, 17. November, um 9 Uhr.

Das Video ist erschienen. Du findest es auf meinem YouTube-Kanal.

Das Wichtigste in einer Minute

  • LLM heißt Large Language Model, auf Deutsch großes Sprachmodell.
  • Es schreibt Stück für Stück, was wahrscheinlich als Nächstes passt, wie die Wortvorschläge auf dem Handy.
  • Nach dem Titel einer Doktorarbeit gefragt, gab ein Chatbot drei selbstbewusste Antworten, alle falsch.
  • Zum Formulieren ist so ein Modell stark. Namen und Titel schlägst du selbst nach.

LLM einfach erklärt

Kennst du die Wortvorschläge auf deiner Handytastatur? Du tippst „Ich komme“, und das Handy schlägt „gleich“ vor. Ein großes Sprachmodell macht im Grunde dasselbe, nur hat es dafür riesige Mengen Text gelesen und schreibt nicht ein Wort, sondern ganze Absätze, Stück für Stück, immer etwas, das wahrscheinlich passt.

Ein Blatt mit „Ich komme gleich“ und einem angedeuteten Absatz, darunter eine Vorschlagsleiste mit dem markierten Wort „gleich“ und eine Handytastatur.
Wie die Wortvorschläge auf dem Handy: Ein Sprachmodell schreibt, was wahrscheinlich als Nächstes passt.

OpenAI beschreibt das so: Sprachmodelle lernen zunächst, in riesigen Textmengen das nächste Wort vorherzusagen. Genauer gesagt arbeiten sie mit Wortstücken, den Token. Das Ergebnis klingt fast immer flüssig. Ob es stimmt, prüft das Modell beim Schreiben nicht.

Deine Tastatur schlägt auch „gleich“ vor, wenn du noch eine Stunde brauchst. Sie weiß, was oft folgt, nicht, was bei dir stimmt. Genauso klingt die Antwort eines Sprachmodells gut, von sich aus nachgeschlagen hat es dafür nichts.

Oben das Blatt „Ich komme gleich“ mit „klingt gut“, durch ein Ungleichzeichen getrennt von einem Buch mit „nachgeschlagen“. Darunter zwei Zeilen: „weiß, was oft folgt“ mit Haken und „nicht, was bei dir stimmt“ mit Kreuz.
Klingt gut ist nicht dasselbe wie nachgeschlagen.

Ein Beispiel aus der Praxis: drei Antworten, alle falsch

Stand: Oktober 2026

OpenAI, die Firma hinter ChatGPT, hat in einer Studie einen weit verbreiteten Chatbot nach dem Titel der Doktorarbeit von Adam Tauman Kalai gefragt, einem der Autoren dieser Studie. Der Chatbot lieferte selbstbewusst drei verschiedene Antworten, und keine davon war richtig. Nach Kalais Geburtstag gefragt, nannte er drei verschiedene Daten, ebenfalls alle falsch.

Die Frage der Firma hinter ChatGPT „Wie heißt die Doktorarbeit?“, darunter drei Antwortkarten, jede mit dem roten Stempel „FALSCH“.
Drei selbstbewusste Antworten auf dieselbe Frage, alle falsch.

OpenAI erklärt das mit dem Vorhersagen des nächsten Wortes: Seltene Fakten wie ein bestimmter Geburtstag lassen sich nicht allein aus Mustern vorhersagen. Genau daraus entstehen Halluzinationen.

Quellen

Was das für dich heißt

Ein Sprachmodell ist stark, wenn es um Formulieren geht: Mails, Zusammenfassungen, Entwürfe. Bei allem, was stimmen muss, bekommst du das, was am wahrscheinlichsten klingt. Ein Buchtitel, ein Zitat oder eine Quelle für deinen Workshop gehört deshalb vor der Verwendung einmal geprüft.

Zwei Spalten: links „Formulieren“ mit Haken und „stark“, rechts eine Lupe mit „Namen und Titel“ und „selbst nachschlagen“.
Zum Formulieren stark, Namen und Titel schlägst du selbst nach.

Häufige Fragen

Nicht ganz: ChatGPT ist ein Chatbot, und dahinter steckt ein großes Sprachmodell von OpenAI. Genauso arbeiten Claude von Anthropic und Gemini von Google mit eigenen Sprachmodellen.

Ja. Ein großes Sprachmodell gehört laut Wikipedia zu den generativen KI-Modellen und arbeitet vor allem mit Sprache, erweiterte Varianten auch mit Bildern. Es hat aus sehr vielen Texten gelernt, welche Wörter wahrscheinlich aufeinander folgen.

Von sich aus nicht, es schreibt aus dem, was es im Training gelernt hat. Manche Modelle können laut Wikipedia zusätzlich das Internet durchsuchen und die Funde auswerten. Verlassen solltest du dich darauf nicht, wichtige Angaben prüfst du selbst.

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