Was ist Inference bei KI?
Inference heißt wörtlich Schlussfolgerung. Bei KI ist damit aber einfach das Antworten gemeint: Die KI wendet an, was sie vorher im Training gelernt hat. Während sie dir antwortet, lernt sie nichts dazu.
Das Video erscheint am Dienstag, 10. November, um 9 Uhr.
Das Video ist erschienen. Du findest es auf meinem YouTube-Kanal.
Das Wichtigste in einer Minute
- Inference ist das Antworten: Die KI wendet an, was sie gelernt hat.
- Training ist das Schreiben des Kochbuchs, Inference das Kochen danach.
- Beim Antworten lernt die KI nichts dazu. Sie liest nur mit, was im Chat oder in Notizen über dich steht.
- Was du eintippst, kann ins nächste Training fließen. Das kannst du abschalten.
Inference einfach erklärt
Stell dir ein Kochbuch vor. Das Training ist das Schreiben des Kochbuchs: einmal, über Monate und richtig teuer. Inference ist das Kochen danach, jedes Mal, wenn jemand etwas bestellt. Und beim Kochen ändert sich das Kochbuch nicht.

Deshalb lernt die KI nichts dazu, während sie dir antwortet. Wenn sie sich an etwas erinnert, dann weil sie es mitliest: deinen Chat oder gespeicherte Notizen über dich. Wie viel sie davon auf einmal lesen kann, bestimmt ihr Kontextfenster.

Und das nächste Kochbuch?
Was du eintippst, kann aber später ins Training des nächsten Modells fließen, also ins nächste Kochbuch. Bei ChatGPT, Claude und Gemini kannst du das in den Einstellungen abschalten.

Wo du das Training abschaltest, bei ChatGPT, Claude und Gemini
Stand: Oktober 2026
Laut den Hilfeseiten der Anbieter heißt die Einstellung bei ChatGPT „Improve the model for everyone“ (Settings, Data controls), bei Claude „Help Improve our AI models“ (Settings, Privacy) und bei Gemini „Aktivitäten speichern“. Ist sie aus, werden deine neuen Chats laut OpenAI und Anthropic nicht mehr fürs Training genutzt. Bei Gemini gilt das laut Google, solange du kein Feedback gibst.
Gibst du Feedback, etwa per Daumen hoch oder runter, können deine Chats laut allen drei Anbietern trotzdem ins Training fließen. Bei ChatGPT ist das laut OpenAI das ganze Gespräch, zu dem du Feedback gibst.
Quellen
- OpenAI Help Center: „Data controls in ChatGPT“, abgerufen im Oktober 2026
- Anthropic Privacy Center: „How do I change my model improvement privacy settings?“, 3. August 2026
- Anthropic Privacy Center: „Is my data used for model training?“, 16. März 2026
- Google: „Gemini Apps Privacy Hub“, Stand 19. Oktober 2026
Was das für dich heißt
Gerade wenn du mit Kundendaten arbeitest, lohnt sich ein Blick in die Einstellungen:

Einstellung prüfen
Schau nach, ob das Training bei deinem Konto an oder aus ist. Bei ChatGPT, Claude und Gemini findest du das in den Einstellungen.
Feedback bewusst geben
Ein Daumen unter einer Antwort kann den Chat ins Training schicken, auch wenn du das Training sonst abgeschaltet hast.
Tarif beachten
Was in den Business-Tarifen gilt, steht in meinem Ratgeber zu ChatGPT, Claude und Gemini.
Häufige Fragen
Training ist das Lernen: einmal, über Monate und teuer, wie das Schreiben eines Kochbuchs. Inference ist das Antworten danach, jedes Mal, wenn du etwas fragst, wie das Kochen nach Rezept. Beim Kochen ändert sich das Kochbuch nicht.
Nicht während es dir antwortet. Erinnert es sich an etwas, liest es das aus deinem Chat oder aus gespeicherten Notizen über dich mit. Was du eintippst, kann aber ins Training des nächsten Modells fließen, wenn du das in den Einstellungen nicht abschaltest.
Bei ChatGPT über „Improve the model for everyone“, bei Claude über „Help Improve our AI models“, bei Gemini über „Aktivitäten speichern“, jeweils in den Einstellungen. Gibst du Feedback, etwa per Daumen, können deine Chats laut den Anbietern trotzdem ins Training fließen.
Passt dazu
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