Was ist ein Deepfake?
Ein Deepfake ist ein Bild, ein Video oder eine Tonaufnahme, die mit KI so verändert oder erzeugt wurde, dass sie aussieht oder klingt wie eine echte Person. Fake heißt Fälschung. Das Deep kommt laut BSI von der KI-Technik, mit der solche Fälschungen entstehen, auf Englisch deep neural networks.
Das Video erscheint am Donnerstag, 10. Dezember, um 9 Uhr.
Das Video ist erschienen. Du findest es auf meinem YouTube-Kanal.
Das Wichtigste in einer Minute
- Ein Deepfake fälscht Bild, Video oder Stimme einer echten Person mit KI. Fake heißt Fälschung.
- Mit einer gefälschten Ministerstimme brachten Betrüger einen Unternehmer dazu, knapp eine Million Euro zu überweisen.
- Für eine Test-Fälschung reichten dem BSI rund zehn Minuten Ton aus öffentlichen Videos.
- Die Polizei rät: sofort auflegen und selbst über eine Nummer zurückrufen, die du kennst.
Deepfake einfach erklärt
Die KI arbeitet dabei wie ein Stimmenimitator. Nur braucht sie dafür kein Talent, sondern Aufnahmen der Person. Genauso kann ein Deepfake laut BSI ein Gesicht in einem Video austauschen oder Mimik und Lippen einer Person so steuern, dass sie Dinge sagt, die sie nie gesagt hat.

Laut BSI ist das mit KI heute deutlich einfacher als früher. Für eine eigene Test-Fälschung der Stimme seines damaligen Präsidenten reichten dem Amt rund zehn Minuten Ton aus öffentlichen Videos, nur von mittlerer Qualität. Als Beispiel für Betrug nennt es Anrufe mit der Stimme einer Führungskraft, die eine Zahlung auslösen sollen.

Ein Beispiel aus der Praxis: die Stimme des Ministers
Stand: Oktober 2026
Anfang 2025 riefen Betrüger italienische Unternehmer an und gaben sich als Verteidigungsminister Guido Crosetto aus. Laut Handelsblatt ließen sie ihre Stimme mit KI so verändern, dass sie der des Ministers entsprach, und baten um Geld, um angeblich entführte Journalisten freizukaufen. Der Unternehmer Massimo Moratti überwies knapp eine Million Euro.

Laut FAZ konnten 980.000 Euro auf zwei Konten in den Niederlanden eingefroren werden. Die Betrüger hatten laut Handelsblatt mindestens zehn weitere Unternehmer kontaktiert.
Quellen
- Handelsblatt: Italien: Millionenbetrug mit KI-Stimme von Verteidigungsminister Crosetto, 12. Februar 2025
- FAZ: Betrug am Telefon: Die Täter klangen wie Italiens Verteidigungsminister, 13. Februar 2025
- BSI: Deepfakes, Gefahren und Gegenmaßnahmen, abgerufen am 20. Oktober 2026
- Polizeiliche Kriminalprävention: Deepfake-Betrug, abgerufen am 21. Oktober 2026
- Polizeiliche Kriminalprävention: Schockanruf: So schützen Sie sich vor Telefonbetrug, abgerufen am 20. Oktober 2026
Was das für dich heißt
Wer Reels, Videos oder Podcasts veröffentlicht, liefert Aufnahmen der eigenen Stimme. Kommt ein Anruf mit einer bekannten Stimme, der plötzlich und dringend Geld will, rät die Polizei: sofort auflegen und selbst über die offiziell bekannte Nummer zurückrufen. Arbeitest du mit einem Team oder einer Assistenz, helfen laut Polizei feste Rückrufregeln.

Häufige Fragen
Ein Fake ist jede Fälschung. Ein Deepfake ist eine Fälschung von Bild, Video oder Stimme, die mit KI erzeugt wurde und eine echte Person nachahmt.
Manchmal an Fehlern: Laut BSI haben gefälschte Stimmen oft eine falsche Betonung oder eine Verzögerung. Verlassen kannst du dich darauf nicht. Sicherer ist, über einen zweiten, bekannten Weg nachzufragen.
Die Polizei rät, auch bei bekannten Stimmen innezuhalten, wenn plötzlich und dringend Geld gefordert wird, und über die offiziell bekannte Nummer zurückzurufen. Für die Familie empfiehlt sie ein Codewort für echte Notfälle, für Firmen feste Rückrufregeln.
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