Was ist Prompt Injection?
Prompt Injection heißt übersetzt: eine Anweisung einschleusen. Jemand versteckt eine Anweisung in einem Text, den deine KI liest, etwa in einer Mail, einer Webseite oder einem Dokument. Weil für die KI alles Text ist, kann sie nicht sicher unterscheiden, was dein Auftrag ist und was nur im gelesenen Text steht.
Das Video erscheint am Donnerstag, 15. Oktober, um 9 Uhr.
Das Video ist erschienen. Du findest es auf meinem YouTube-Kanal.
Das Wichtigste in einer Minute
- Prompt ist die Anweisung an eine KI, Injection heißt einschleusen.
- Für die KI ist alles Text, auch die Mail, die sie gerade liest.
- OpenAI hat selbst gezeigt, wie ein Agent wegen einer präparierten Mail eine Kündigung verschickt hat.
- Abschicken, bezahlen, löschen: Das sollte deine KI nie ohne dich tun.
Prompt Injection einfach erklärt
Der Begriff besteht aus zwei Teilen. Prompt ist die Anweisung an eine KI. Injection heißt einschleusen.

Deine KI liest für dich Mails, Webseiten und Dokumente. Steht darin eine Anweisung, sieht die KI nur Text, genau wie deinen eigenen Auftrag. Sie kann nicht sicher unterscheiden, was von dir kommt und was nur in der Mail steht.

Im Grunde ist das eine Betrugsmail. Nur soll sie nicht dich reinlegen, sondern deine KI.
Ein Beispiel aus der Praxis: ein Test von OpenAI
Stand: September 2026
OpenAI hat im Dezember 2025 selbst beschrieben, wie so ein Angriff aussieht. Im Postfach lag eine präparierte Mail mit der Anweisung, eine Kündigung an den Chef zu schicken. Später sollte der Agent in ChatGPT Atlas eine Abwesenheitsnotiz schreiben, stieß dabei auf die Mail und folgte ihr. Statt der Abwesenheitsnotiz ging die Kündigung raus.

Nach einem Sicherheits-Update im Dezember 2025 erkannte der Agent in ChatGPT Atlas diesen Angriff. Ganz gelöst ist das Problem aber nicht. OpenAI schreibt selbst, dass Prompt Injection wie Betrug im Netz vermutlich nie vollständig gelöst wird.
Quellen
Was das für dich heißt
Je mehr deine KI darf, desto mehr kann so eine Mail anrichten. Lesen und Entwürfe schreiben sind das kleinere Risiko, solange du Entwürfe prüfst, bevor sie rausgehen. Alles, was nach außen geht, etwas kostet oder etwas löscht, braucht vorher dein Okay.

Häufige Fragen
Jemand versteckt eine Anweisung in einem Text, den eine KI verarbeitet, etwa in einer Mail oder auf einer Webseite. Liest die KI den Text, behandelt sie die Anweisung womöglich wie einen Auftrag und führt sie aus.
Weniger. Gefährlich wird es, wenn deine KI selbst Mails liest, Webseiten besucht oder Aktionen ausführt, etwa als Agent. Dann kann ein gelesener Text zu einem Befehl werden.
Gib deiner KI nur die Rechte, die sie braucht. Lass sie nichts abschicken, bezahlen oder löschen, ohne dass du vorher draufgeschaut hast.
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